Minolta 70-210 f4 vs. Canon 70-200 f4 L IS

Dieses Thema im Forum "Kameras, Technik & Hersteller" wurde erstellt von perser(in), 11 April 2012.

  1. perser(in)

    perser(in) Mitglied

  2. Sorry, das Märchen der Analog-Objektive die mit aktuellen für das digitale Zeitalter mithalten können, glaubt heute nun wirklich niemand mehr ;)

    Wenn das alte Objektiv halbwegs mithalten kann, dann nur weil der Sensor dahinter die zusätzliche Auflösung entweder im AA-Filter, im Sensor selbst oder dann in der Auslesekette liegen lässt. Ob das die a900 nun besser macht, als die Canon 5D3 oder zweitere schlechter, darfst du dir aussuchen.

    Wer Äste von Bäumen fotografiert (die sich regelmäßig im Wind bewegen) - wie der Prediger Rockwell - disqualifiziert sich sowieso gleich für jede weitere Diskussion und sogar ich persönlich würde jederzeit das Canon dem Minolta vorziehen :D

    Sers
    Alpenländer
  3. perser(in)

    perser(in) Mitglied

    Es geht mir nicht darum, ob die Alpha 900 oder die 5D3 besser ist - es geht mir darum, daß das 30 Jahre alte Minolta im Alltags- Normalgebrauch (- und das sind für mich nun mal unter anderem Äste, die sich im Wind wiegen, kein Stativ, etc.) - NICHT unter Laborbedingungen (zumindest ich fotografiere relativ selten in Labors - andere wahrscheinlich nur) - mit einem 8 fach teurerem und viel modernerem Objektiv an einer angeblich viel schlechteren Kamera problemlos mithalten kann. Darüber, daß dieser Test nicht unbedingt repräsentativ ist, brauchen wir uns ja wohl nicht unterhalten - aber ich habe nun mal (für mich) festgestellt, daß ich öfters Baume, Tiere, Blumen etc. frei Hand fotografiere, als irgendwelche Testobjekte auf Stativ in einem Labor.
  4. Dann hast du sicher auch festgestellt, daß unter den selben Alltags- Normalgebrauchskriterien eine 30 Jahre alte Analog-Kamera genauso brauchbar ist (ernst gemeint), weil das Medium nun Mal nicht größer geworden ist, auf dem wir die Bilder betrachten (nicht Pixelpeepen) und trotzdem fotografierst du digital ;)

    Ich habe jetzt selbst Objektive im Einsatz die ich auf 10MP, 12MP, 16MP und nun 36MP Sensoren getestet habe und kann dir bestätigen, daß diese für Alltags- Normalgebrauchskriterien völlig ok sind - von den unter günstigsten Bedingungen möglichen BQ aber meilenweit entfernt sind. Das der "Test" oben wieder Mal Bilder ohne EXIFs zeigt, spricht wieder Mal Bände für mich :D

    Genau DAS ist der Grund, warum die Leute für ein gebrauchtes Minolta 120 Euro bezahlen und für das Canon Tele deutlich mehr ... ob es für deine Fotografie relevant ist, kannst nur du selbst entscheiden. Du selbst entscheidest wieviel Pixelmatsch du als Ballast in jeder RAW-Datei mitschleppen willst ...
  5. hume

    hume Aktivist

    Minolta hat ganz ausgezeichnete Objektive gebaut. In den 80ern hat Minolta beispielsweise für Leica das 75-200 und das 28-70 gefertigt.
    Leider hat Minolta den Einstieg ins Profilager nie geschafft und hat auch nur eine echte Profikamera, die XM, gebaut. Auf dem Amateursektor waren sie aber interessanterweise gut aufgestellt.
  6. perser(in)

    perser(in) Mitglied

    Ich weiß jetzt ja nicht, welche Anforderungen du an ein Bild stellst - den "Pixelmatsch" beim Affen siehst aber auch nur in 100 facher Vergrößerung - weiß auch nicht - ich sehe mir Fotos nicht auf diese Art und Weise an :amazed:
  7. Unbestritten, aber die Anforderungen an moderne hochauflösende Sensoren gepaart mit den modernen computerunterstützten Fertigungsmöglichkeiten haben die Latte ordentlich höher gelegt.

    Ich persönlich bin der Meinung (selbst "überprüft" - mit Bildern - über verschiedene Systeme), daß nur die (besten) Makro-Objektive der Analog-Ära heute noch für digital als voll empfehlenswert gelten und hochlichtstarke Fixbrennweiten, wenn man bereit ist, diese ordentlich abzublenden und somit den Vorteil der Lichtstärke aufgibt.

    Natürlich reden wir hier von BQ auf Pixelebene, für normalen 08/15 Gebrauch wie vom perser angeführt, ist das völlig wurscht, weil 9x13cm nun Mal 9x13cm ist und nie mehr geworden ist ... oder 10x15cm oder sonst eine Größe bis A4 ... darüber hinaus wirds wieder spannend :D (ab A3 dann so richtig).
  8. Ok laß uns zwei Sachen unterscheiden:
    1. Anforderungen an ein Bild
    2. Anforderungen an eine RAW-Datei mit möglichst viel nutzbaren Inhalt
    ad 1.)
    Ist das verlinkte Bild voll brauchbar und um nix schlechter als die Bilder die ich mit der 12MP Cam vorher gemacht habe. Vergrößerungen innerhalb des "normalen" Gebrauchs sind voll möglich in tadelloser 08/15 Qualität und genauso wird die Aussage (ohne das überprüft zu haben) auch für das Minolta Objektiv gelten.

    ad 2.)
    Da kackt das Objektiv völlig ab. Die 36MP theoretische Auflösung werden trotz idealer Aufnahmebedingungen (gutes Licht, abgeblendet, statisches Motiv, mehrfacher Versuche um Verwacklungen auszuschliessen) nicht erreicht, d.h. von der fetten 40MB RAW-Datei ist ein Teil einfach Pixelmatsch und ein Fotograf mit einer z.B. 24MP Kamera hätte die selben Nutzdaten (!) auf der Speicherkarte mit nach Hause genommen.

    Wie akademisch diese Betrachtung jetzt ist, kann jeder für sich beurteilen. Meiner Meinung macht ein höher auflösender Sensor nur Sinn, wenn man zumindest unter idealen Bedingungen dessen Auflösungsvermögen auch bedienen kann (das es nicht immer gehen wird z.B. offenblendig, schlechtes Licht etc. ist sowieso klar), der Rest ist nur künstliches Aufblähen von RAW-Dateien ;)
  9. hume

    hume Aktivist

    Das ist schon klar! Mein Vergleich bezog sich sowieso auf Objektive anderer Hersteller ihrer Zeit. Vielleicht war Minolta damals so erfolgreich, weil sie sich dann (gezwungenermaßen) aus dem Profisektor herausgehalten, und auf gute Massenware gesetzt haben.
    In der Regel haben ältere Objektive an modernen Kameras keine Chance. Es gibt ein paar Ausnahmen, die schlagen sich ganz respektabel. So eine Ausnahme ist das Nikon AF-D 2,8 35-70. Ich habe das Objektiv an der D700 verwendet, bis ich das 24-70 kaufte. Die Schärfe war ganz ok, aber bei den CA´s gabs deutliche Einbrüche. OK, hat mir LR weggerechnet.
  10. perser(in)

    perser(in) Mitglied

    o.K. hab ich gemacht.

    Welches Objektiv hattest denn beim Affen drauf?
  11. Das hier: Nikon Objektiv AF-S VR 70-300mm 4.5-5.6G IF-ED -> http://geizhals.at/212802

    Tadellose Optik (siehe auch: http://www.photozone.de/nikon_ff/620-nikon70300f4556vrfx Test auf 24MP Vollformat), aber von dem was der neue Sensor leisten kann, weit von "Excellent" weg - auch unter idealen Bedingungen ;)

    Auf ...
    • 10MP (APS-C) war das Objektiv ein Kracher
    • 12MP (APS-C) sehr gut
    • 16MP (APS-C) ok
    • 24MP (KB) ok und nun bei
    • 36MP (KB) akzeptabel
  12. Iceman75

    Iceman75 Aktivist

    Was bei dem Vergleich Minolta vs Canon irgendwie komplett außer Acht gelassen wurde... das Canon hat nen IS.
    Allein der schlägt schon mit 500€zu Buche. Wenn man (preislich) vergleichen will, dann bitte das 4L ohne IS (das kostet dann gleich nur noch 565€ und im Gebrauchtmarkt ist das durchaus auch schon um 400 zu bekommen und tendentiell etliche Jahre neuer (mechanische Abnutzung,...)... da relativiert sich das ganze gleich mal... der Test stimmt vorne und hinten nicht zusammen. Und... sich bewegende Äste werden auch bei einer MF nicht scharf (außer ich hab extrem kurze Bleichtungszeiten)
  13. perser(in)

    perser(in) Mitglied

    das glaubst jetzt aber nicht wirklich - dann müßten ja die Oly/Pentax/Sony Kameras auch viel teurer sein, als vergleichbare Canikons.
  14. Iceman75

    Iceman75 Aktivist

    Ich glaube nicht, ich weiß:
    Ohne Bildstabi: 565€ - http://geizhals.at/44479
    Mit Bildstabi: 999€ - http://geizhals.at/214826

    Daß die Konstruktion eines In-Kamera-Bildstabis weniger (Material-)Aufwand darstellt, sollte jedem sowieso selber klar sein...
  15. perser(in)

    perser(in) Mitglied

    stell dir vor, die hätten das Canon ohne IS (immer noch 5x teurer) genommen, das Ergebnis wäre noch eindeutiger.

    nochwas: du schreibst, der Canon IS kostet 500,--

    Was würde dann dieses Objektiv http://geizhals.at/164222 ohne IS kosten?
  16. Iceman75

    Iceman75 Aktivist

    Verdreh mir da nicht das Wort im Mund... im konkreten Fall des 70-200/4 ist die Variante mit IS um knapp 500 teurer, als ohne. Nicht mehr und nicht weniger. Sinnerfassendes Lesen ist in Foren teilweise komplett blockiert, oder?
  17. Iceman75

    Iceman75 Aktivist

    du weißt aber schon, daß du da Äpfel mit Birnen vergleichst? Du vergleichst grad nen Neupreis mit dem Preis für ein 20 Jahre altes gebrauchtes Ding - aber bitte... es lebe die Logik
  18. perser(in)

    perser(in) Mitglied

    ich vergleiche ein immer wieder hochgelobtes Canon Objektiv (egal was es kostet) mit einem uralten, an modernen Kameras komplett unbrauchbaren Objektiv (zumindest wird das immer behauptet).

    o.K.
  19. MFG

    MFG Aktivist

    also mir ist ziemlich egal, ob das 1000€ teure lichtschwache stabilisierte Canon-Objektiv, dass ich eh nicht an meine Sony schnallen kann besser oder schlechter ist, als das 10% so teure (in meinem Kamerasystem ebenfalls stabilisierte), welches ich ab und an mal verwende (meines hat übrigens nur etwa 5% gekostet)

    Ich persönlich mag mein 70-210. Ist eine schöne leichte Alternative zum schweren 70-200 2.8.

    Und unmatschige Fotos machen kann es auch. auch an 24Mp

    _DSC3424.jpg

    _DSC3429.jpg

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